Kategorie: Veranstaltungen

Reise ins Innere des Seins – Reisevorbereitungen und Aufbruch

Was: Ein praxisorientierter Vormittag für alle Interessierten, die im Rahmen von Selbstfürsorge ihre Haltung zu Achtsamkeit erforschen und vertiefen möchten


Wann: Sonntag, 26.5.24 // 13.30 bis 18.30 h
Wo: Praxis für Psychologische Psychotherapie Andreas Klatt, Hanssenstraße 6, 37073 Göttingen
Kosten: auf Spendenbasis (Empfehlung: 15 bis 35 Euro).
Anmeldungen bitte an: gb@gilbert-bender.de.
Bitte in bequemer Kleidung kommen.


Im Außen kommt die Welt nicht zur Ruhe: Krisen und Kriege rütteln an der so wichtigen Gewissheit, dass die Welt ein guter Ort ist, an dem wir Frieden und Zuversicht finden können.
Immer mehr Menschen gelangen so in ihrem Leben an einen Wendepunkt, der eine Tür in ungeahnte Welten aufstößt:
Wie wäre es, der Suche nach stetem Glück im Außen etwas von ihrer Verbissenheit zu nehmen – und stattdessen den Blick zunächst nach innen zu richten? Verschiedenste Traditionen bieten sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten als inneres Navi an, um auf dieser Reise zur Natur des eigenen Wesens nicht die Orientierung zu verlieren.

Das aus Japan stammende Zen gilt dabei einerseits als ein Weg, bei dem etliche Rituale zu einem hohen Grad an Formalisierung beitragen. Andererseits zieht die pure Klarheit, der Verzicht auf schmückendes Beiwerk viele Menschen an, die einen möglichst unverstellten Zugang zu den transzendenten Dimensionen von Wirklichkeit suchen.


Der Künstler und Zen-Praktizierende Gilbert Bender wird am Sonntag, 26.5.24, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr in der Psychotherapeutischen Praxis von Andreas Klatt in der Hanssenstraße 6 einen praxisorientierten,
informativen und heiteren Einblick geben, wie Zen einen darin unterstützen kann, dem Essenziellen Raum zu geben. Fernab vom Rahmen, den Sprache vorgibt, bietet eine von den Lehren des Zen angeleitete
Erfahrung einen Möglichkeitsraum, in dem wir auf Spürebene mit tieferen Dimensionen der Existenz in Kontakt kommen können. Schnell ist der Verstand zur Stelle, um Erfahrenes in Konzepte einzuteilen, die
eine Vorhersage des Künftigen erlauben. Seit hunderten von Jahren wird das Wissen weitergegeben, wie wir trotz dieser Eigenschaft unseres Verstandes den enggefassten Rahmen einer vorherbestimmten
Identität erweitern können.
Entgegen der ansozialisierten Erwartung, dass wir dafür bestimmt doch etwas zu lernen, uns anzustrengen haben, geschieht das Erkennen eher im Lösen und Loslassen.
Was für ein wohltuender Paradigmenwechsel in einem Zeitalter, das sich mehr und mehr in den Illusionen der vermeintlich allgegenwärtigen Machbarkeit verrennt!
Gilbert Bender wird an diesem Vormittag auch die
heitere Seite des Zen beleuchten und aus dem Leben eines Zen-Meditierenden berichten, der als ewiger
schöpferischer Anfänger immer neuen Zugang zur Essenz des Zen findet: Die Reise ins Innere des Seins
gebiert ein neues Verständnis von Kreativität. Ein hoher Praxisanteil an dem Vormittag vermittelt alle notwendigen Grundlagen, um selbst diese ureigene Reise antreten zu können zu dem, was uns alle universell verbindet.

Die Sanbo-Zen Schule ist vielen Meditierenden bekannt durch den Zen-Klassiker„Die drei Pfeiler des Zen“ sowie Yamadha Koun Roshi und seine Schüler Pater Lassalle, Brigitte d Òrtschy und Williges Jäger.
Kontakt:
Gilbert Bender – Voltmannstr.169 – 33613 Bielefeld
Tel.0521-894058 – gb@gilbert-bender.de
www.kunstkurs.com www.zen-bielefeld.de

Selbsterfahrung, Therapie und Zen-Meditation

– Schnittmengen und Widersprüche


Was: Ein praxisorientierter Nachmittag für therapeutisch, pädagogisch und beraterisch Tätige, dieim Rahmen von Selbstfürsorge ihre Haltung zu Achtsamkeit erforschen und vertiefen möchten.
Wann: Samstag, 25.5.24 // 15 – 18 h
Wo: Praxis für Psychologische Psychotherapie Andreas Klatt, Hanssenstraße 6, 37073 Göttingen
Kosten: auf Spendenbasis (Empfehlung: 25 bis 50 Euro).
Anmeldungen bitte bis 17.5.24 an: praxis@psychotherapie-klatt.de.

Bitte in bequemer Kleidung kommen.
Vertiefung der Praxis Am Sonntag, 26.5., findet von 10 bis 13 h unter dem Titel
Reise ins Innere des Seins – Reisevorbereitungen und Aufbruch
am selben Ort ein weiterer Workshop auf Spendenbasis statt.

  • „bei sich ankommen…?“ – das Spannungsfeld von Da-Sein und Veränderung
  • eine Verortung von Zen-Meditation als Achtsamkeitspraxis
  • Raum zum kollegialen Austausch: Welchen Stellenwert haben Stille und Präsenz in
    meinem therapeutischen Wirken?
  • viel direktes Erfahren: Erden, Sammeln, Zentrieren – Zen als Quelle von Selbstregulation

    Einem wichtigen Begründer der heutigen Psychotherapie war das Spirituelle nicht geheuer: Mit derregressiven Suche nach Halt erklärte Sigmund Freud die Hinwendung zur Religion. Für ihn
    war das Realitätsprinzip die zentrale Errungenschaft des sich entwickelnden Ichs, „ozeanischeGefühle“ hatten darin zunächst keinen Platz.
    Der Psychoanalytiker Erich Fromm veranstaltete
    schließlich in den 1950ern eine Tagung über die Verbindung von Zen-Buddhismus und Psychoanalyse, um Parallelen der beiden Traditionen auszuloten: Isolation überwinden, einen Zustand von Harmonie erlangen, das Potenzial des Menschseins
    ausschöpfen – wer psychisches Leiden lindern möchte, der findet Gemeinsamkeiten.
    Spätere Therapieansätze wie die Gestalttherapie machten, inspiriert vom Zen, dasGewahrsein zu einer wichtigen Säule von Therapie. Auch aus der Verhaltenstherapie ist
    Achtsamkeit nicht mehr wegzudenken, zahlreiche Studien belegen die Wirksamkeit.

  • Aber in welchem Maße kann die Essenz der Zen-Haltung psychotherapeutisches Wirkenbeflügeln, ohne zu verwässern? Was gerät womöglich aus dem Blick, wenn der nachvollziehbare
    Wunsch nach wissenschaftlicher Überprüfbarkeit von therapeutischen Verfahren existentielle Dimensionen des Seins vernachlässigt? Wie groß ist die Gefahr von Risiken und unerwünschten Nebenwirkungen? Welche Unterschiede gibt es zwischen dem traditionellen Zen-Weg und der „westlichenAchtsamkeit“ (MBSR)? Können Meditation und Achtsamkeit in den neoliberalen Zwängen der Selbstoptimierung instrumentalisiert werden, um einem illusionären Dauerhoch
    hinterherzujagen?

  • Der Bielefelder Zen-Lehrer Gilbert Bender und der Psychologische Psychotherapeut Andreas
    Klatt laden am Samstag, 25. Mai 2024, von 15 bis 18 Uhr in der Hanssenstraße 6 zu einem Forschungsnachmittag für pädagogisch, beraterisch und therapeutisch Tätige ein, die diesem Spannungsfeld im Dialog und im Körper nachspüren möchten. Vorbereitende Übungen
    zur integrativen Selbstregulation und eine Hinführung zur meditativen Praxis vermitteln
    einen Eindruck, wie sich mit Spürsinn die emotionale Vitalität ausweitet. So können sich
    allzu starre Selbstbilder, wer man meint zu sein, behutsam lockern. Was für ein Raum öffnet sich
    dahinter? Und welche Bedeutung kann ein Bewusstsein für transzendente Erfahrungen haben, wenn wir in erster Linie Menschen darin unterstützen wollen, den Anforderungen
    des Alltags gewachsen zu sein? Anmeldungen erforderlich an
    praxis@psychotherapie-klatt.de, Spendenbeitrag zwischen 25 und 50 Euro erwünscht.

Zu den Veranstaltern
Gilbert Bender ist bildender Künstler und seit 1989 auf dem Zen-Meditationsweg. 2021 wurde er zum
Assistant Zen Teacher der Sanbo-Zen Schule (Kamakura, Japan) ernannt. (www.zen-bielefeld.de)
Andreas Klatt arbeitet seit April 2024 tiefenpsychologisch fundiert als niedergelassenerPsychologischer Psychotherapeut in Göttingen. Er bezieht körperpsychotherapeutische Ansätze in
die Behandlungen mit ein. (www.psychotherapie-klatt.de)

Kontakt und Veranstaltungsort
Praxis für Psychologische Psychotherapie Andreas Klatt Hanssenstraße 6 – 37073 Göttingen
praxis@psychotherapie-klatt.de – Tel: 0176/21 45 61 98

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung